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19Jul

Die schwarze „Marke Münsterland“ – Kommentar eines „echten“ Münsterländers

von Richard Dammann

Endlich, nachdem die Medien monatelang dazu aufgerufen haben, soll Münsterland eine starke Marke werden. Sieben Freunde aus den Verwaltungen mit schwarzem Herzen treffen sich auf dem Dach eines Logistikers vor der gähnenden Leere des defizitären Flughafens Münster/ Osnabrück und rufen ZUKUNFT. Ein großes Ziel. Von Frauen nichts zu sehen, kein Mensch aus der Wirtschaft, aus der Kultur, keine Jugend. Können die älteren Herren alleine die Münsterlandmarke kreieren? Besonders schön finden sie wohl, dass man schnell aus dem Münsterland wegkommt. Wären sie doch geflogen. Denn was rechtfertigt den medialen Aufwand in dem so laut gepriesenen Aufruf. Irgendwie sind wir doch alle für Landwirtschaft, Familie, Wissen und Umwelt. Steht etwas in dem Text, was fürs Sauerland, fürs Allgäu oder die Eifel nicht zuträfe. Hat das Mezzogiorno nicht ähnliche Qualitäten? Wo sehen die Herren denn bitte unseren ureigenen Markenkern, den sie befördern möchten.

Unsere Landwirtschaft im Münsterland ist nicht besser als anderswo. Die Strukturen werden immer größer und sind mittlerweile riesig. Das geht nur mit importiertem Gensoja, und überbordendem Antibiotikaeinsatz, mit viel Energie, Pestiziden, Mais und Gülleüberproduktion. Die Herren wollen weiter mit Augenmaß mit unserer Landwirtschaft zusammenarbeiten. Das hört sich gut an. Wenn die Bauernverbände mitarbeiten, wird Naturschutz im Münsterland möglich. Nur die Bauern sitzen in der Wirtschaftlichkeitsfalle. Die Ackerpreise steigen ins Unerschwingliche, die Gewinnmargen werden immer geringer. Da muss gewachsen werden auf Teufel komm raus. Leider kein Platz für den Naturschutz, für die Feldlerche, den Feldhamster und Co, kein Platz mehr für die typische Parklandschaft.

Ja, auch da stimmen wir zu, die münsterländische Wirtschaft ist stark, wir haben tolle Unternehmen. Wir wollen nicht darüber streiten, ob trotz oder wegen der Verwaltung. Wir könnten die Energieregion Nummer eins sein. Hier leben die glücklichsten Menschen in Nordrhein Westfalens, immerhin von Eins Live ermittelt. Doch bleiben die jungen gut ausgebildeten Menschen auch? Warum ist es für die Wirtschaft immer schwieriger qualifizierte Leute zu finden. Was tun wir für den Nachwuchs? Sicherheit und Ordnung, wie die älteren Herren propagieren, ist da kein Argument. Wir hätten gerne was gehört von Förderung, die wir selber stemmen. Mittel der Europäischen Union werden schließlich überall verteilt.

Wenn wir vom Münsterland reden, würden wir gerne behaupten, wir nehmen alle Kinder mit, nicht nur die aus der heilen Familie. Gerne hätten wir gelesen, wir lassen auch sonst keinen zurück, hier kann jeder seinen Weg machen. Gäste sind unsere Freunde. Dafür tun wir was. Das Münsterland ist mehr als die propagierten Verkehrsverbindungen. Wir Münsterländer fahren bekanntermaßen in den Urlaub, um zu sehen, ob es woanders fast so schön ist wie hier. Leider erzählen wir das kaum einem. Die Menschen im Münsterland halten zusammen, helfen sich gegenseitig und denken in kurzen Wegen und kleinen Strukturen. Die Menschen sind aktiv, in Gruppen, Initiativen und Vereinen: Hier wird Kultur und soziales Miteinander von den Menschen mit den Menschen gemacht. Deswegen ist hier soviel los. Gerne würden wir behaupten, mit der kräftigen Unterstützung der Politik und der Verwaltung.

Hier im Münsterland ist der Mittelstand die tragende Basis der Gesellschaft und keine Floskel. Das bleibt aber nicht von selbst so. Was also tun wir dafür? Der kleine Tiger, wie sich der Kreis Coesfeld gerne nennt und das ganze Münsterland sich gerne nennen würde, springt mal wieder zu kurz. Dabei sind wir Grünen uns mit den Verwaltungsspitzen einig, das Münsterland ist stark und kann eine starke Marke sein. Wir wissen, im Münsterland und seinen Menschen steckt mehr! Allein mit dem Verteilen eines gut formulierten Schreibens wird aus der Marke Münsterland jedoch nichts. Wir bitten um deftigen Neustart!

Es grüßt euch

Richard Dammann
(Vertreter der Münsterland-Grünen im Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen)

2013_07_12 WN_Ein programmatisches Stakkato

Themenpapier „Marke Münsterland“ http://www.muenster.de/stadt/pdf/marke-muensterland_themen.pdf

 

05Jul

Grüne zu Planungen für das Bahnhofsviertel: Offene Fragen und Nacharbeit erforderlich

Hiltrups Grüne begrüßen die frühzeitige Vorstellung der Pläne für das Bahnhofsviertel und die BürgerInnenbeteiligung. Zugleich gibt es noch einige offene Fragen und die Notwendigkeit, bei den Planungen nachzubessern.
 „Wir haben die Verlagerung des Supermarktes von der Marktallee auf das Bahnhofsareal mitgetragen und unterstützt. Gleichwohl werfen die vorgestellten Planungen noch einige Fragen auf, die im weiteren Verfahren geklärt werden müssen. Dies betrifft im Besonderen die Verkehrsplanung, hier die An- und Abfahrt der PKW und der Platzbedarf für die Buswendeschleife und Wartebereich für Busse, zudem müssen genügend Stellplätze auch für Radfahrer zur Verfügung stehen. Viele Einkäufe werden auch in Hiltrup mit dem Fahrrad getätigt.
Architektonisch ist nicht nur die 100 Meter lange Frontseite ein Problem. Auch die Begrünung an der Stelle wie auf dem gesamten Bahnhofsareal ist zu gering geplant. Es müssen auch eine vernünftige Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang gesichert werden. Wir würden es begrüßen, wenn sich der Beirat für Stadtgestaltung noch einmal mit den Planungen beschäftigt“, so GAL-Sprecher Carsten Peters
Zugleich begrüßen die Grünen die Fortschritte bei der Verbindung von Bahnhofsviertel und Marktallee: „Die Passarelle ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zugleich müssen wir natürlich die Einzelhandelsentwicklung an der Marktallee im Blick haben.“
30Jun

Samstag, 6.7. – Grünes Sommerfest, Gaststätte Maikotten, Münster, Maikottenweg, ab 15 Uhr –

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Es wird ein vielfältiges Buffet, Musik, Tanz sowie ein buntes Kinderprogramm geben. 

Anfahrt ÖPNV: ab Hbf  Linie 11 bis „Adlerhorst“, dann Fußweg

25Jun

Kita-Versorgung im Stadtbezirk Hiltrup: Ausbau der Kita-Plätze muss weitergehen – Bedarf höher als angenommen

„Der Ausbau der Kita-Plätze muss auch im Stadtbezirk Hiltrup weitergehen, um den tatsächlichen Bedarf abzudecken. Dieser tatsächliche Bedarf wird sich zeigen, wenn die Eltern ihren vorhandenen Rechtsanspruch ab dem 1. August  einklagen werden. Daher sind vorzeitige Jubelrufe und Bilanzierungen wie jüngst von der FDP fehl am Platz“, so GAL-Fraktionssprecher Carsten Peters. Zwar lesen sich auch für die Grünen die Zahlen des jüngsten Betreuungsberichts, der am Donnerstag in der Bezirksvertretung vorgestellt wird, verhältnismäßig gut. „Dies darf jedoch nicht zu der Fehlannahme verleiten, dass keine weiteren Anstrengungen mehr vorgenommen werden müssen. Gerade in Amelsbüren und Hiltrup-West wird es einen weiterhin steigenden Bedarf geben, daher müssen auch die Aktivitäten für die Schaffung weiterer Plätze mit Öffnungszeiten, die auch Elternwünschen gerecht werden, weitergehen. Klarheit gibt es ohnehin erst, wenn der mit dem 1.August der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz greift.“ Peters verweist auf das Kinderförderungsgesetz (KiföG) aus dem Jahr 2008, nach dem ab dem 1. August 2013 jedes Kind in Deutschland zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz hat.

18Jun

19.06.2013: Grüne BürgerInnensprechstunde in der Stadthalle Hiltrup

Die Grünen in Hiltrup werden am morgigen Mittwoch (19.06.) in der Zeit von 17.00 – 18.00 Uhr eine BürgerInnensprechstunde in der Stadthalle Hiltrup (Raum 216) anbieten.

Für Fragen und Anregungen steht zur Verfügung: Carsten Peters, GAL-Ratsherr und Fraktionssprecher der Grünen in der BV Hiltrup.

16Apr

Grüne kritisieren Flüchtlingsdebatte: Es geht darum, Menschen zu helfen

„Es geht darum, Menschen, die zu uns flüchten, zu helfen, sie menschenwürdig unterzubringen und bei der Integration zu unterstützen. Hier sind der Rat, die Bezirksvertretungen und die Verwaltung wie auch die ganze Stadtgesellschaft gefordert. Die in manchen Bezirksvertretungen geäußerte Kritik an temporären Flüchtlingsunterkünften bringt uns allerdings kein bisschen weiter“, machen Ratsherr Christoph Kattentidt, Mitglied des Integrationsrates und Ratsherr Carsten Peters, Sprecher der GAL-Fraktion in der BV Hiltrup, deutlich.

Wie könne die Stadt die Flüchtlinge, die nach Münster kommen, angemessen unterbringen, müsse nicht nur aus grüner Sicht die Frage sein. „Die geplanten zusätzlichen Kapazitäten, die jetzt für 15 Monate errichtet werden sollen, sind da dringend erforderlich. Das St. Florians- Prinzip „Hauptsache nicht bei uns“ hilft weder der Stadt noch den Flüchtlingen, die gerade jetzt vermehrt aus dem Bürgerkriegsgebiet Syrien kommen“, sind sich Peters und Kattentidt einig. Im Mittelpunkt müsse die Hilfe für die Flüchtlinge, unter ihnen viele Familien mit Kindern – stehen: Unterkunft, Kita, Schule sind Voraussetzung für jede Integration.

Dass ein Beschluss, die Einrichtung in Nienberge auf den Weg zu bringen, erst jetzt gefasst werde und nicht bereits Anfang des Jahres wie von den Grünen beantragt, hänge dabei sicherlich damit zusammen, dass die Prognose der Grünen zutreffender sei als die damalige der Rathausmehrheit, stellt Peters abschließend fest.

11Mrz

Flüchtlinge sind willkommen – Stadtbezirk Hiltrup kann ebenfalls Beitrag leisten

Zu der Frage der Unterbringung der Flüchtlinge im Stadtgebiet Münsters erklären die Sprecher der SPD-Fraktion, Hermann Geusendam-Wode,  Carsten Peters (Grüne) und  Hubertus Zdebel (Linke):

„Flüchtlinge sind in Münster willkommen! Es ist nun Aufgabe von Politik und Verwaltung dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge in Münster angemessen aufgenommen und untergebracht werden. Hierzu  wollen die drei Parteien an den Standards des in der Vergangenheit sehr erfolgreich praktizierten dezentralen Flüchtlingskonzeptes festhalten, was bisher keine Unterbringung in Wohncontainern vorsah. Auch der Stadtbezirk Münster-Hiltrup sollte hier – falls erforderlich – einen Beitrag leisten, um bei der Unterbringung und Integration zu helfen. „Wenn man die Einrichtungen gut plant und betreut, gelingt dieser Prozess auch. Die Einrichtung an der Böttcherstrasse ist ein Erfolgsbeispiel das zeigt, wie wichtig auch die frühzeitige Einbeziehung der Nachbarschaft ist. Den Anwohnern dort,  danken wir sehr für ihre Unterstützung.
Bereits in der letzten Ratssitzung, in der der Bau von zwei Flüchtlingsunterkünften beschlossen wurde, war von den Ratsfraktionen von SPD, Grünen und Linken gefordert worden, weitere Bedarfe vorausschauend zu prüfen.
Die politischen Vertreter sollten hierzu frühzeitig eingebunden werden. Wir werden hierzu mit der Verwaltung das Gespräch suchen.“

27Jan

Grüne zur Stadthalle: Erhalt im Bestand nach wie vor auf der Tagesordnung

Hiltrups Grüne machen im Rahmen der Diskussion um die Zukunft der Stadthalle darauf aufmerksam, dass die Option des Erhalts im derzeitigen Bestand weiterhin im Rennen ist:  „Die Prüfung der Optionen über die Weiternutzung der Halle beinhaltet ausdrücklich auch die Weiternutzung im Bestand“, macht GAL-Sprecher Carsten Peters deutlich. Wer etwas verändern will, muss hierzu auch konkrete Pläne vorlegen, die umsetzbar sind. Ist dies nicht der Fall, wird auch nicht neu gebaut. Deshalb sind auch unausgegorene Hinweise an die Presse mit immer neuen Ideen wenig hilfreich. Beschlossen ist noch nichts. Besonders wichtig ist den Grünen der öffentliche Hinweis, dass der Hallenbetrieb auch 2013 weiterläuft wie gehabt und insbesondere die Arbeit der MitarbeiterInnen in der Halle selbst zu unterstützen ist.

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