Städtischer Bahnhofsparkplatz soll Parkpalette erhalten – kein weiteres ebenerdiges Parken

“Wir wollen auf dem städtischen Bahnhofsparkplatz eine Parkpalette errichten und keine weiteren ebenerdigen Stellplätze”, so BV-Sprecher Carsten Peters (GRÜNE) und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Wilfried Stein.

Mit einem Änderungsantrag reagiert die BV-Fraktion der Hiltruper Grünen auf den Vorschlag der Stadt, auf einem Freigelände der BASF Coatings AG einen zusätzlichen Parkplatz zu schaffen.

„Die in Rede stehende Freifläche von BASF soll nicht durch städtische Mittel bebaut und versiegelt werden. Das wäre der absolut falsche Weg. Es handelt sich faktisch um die letzte Grünfläche im Bahnhofsgelände. Hier sollten städtische Mittel keinen Vorschub leisten, weitere Versiegelungen zu produzieren. Stattdessen beantragen wir eine Parkpalette, die auf dem bestehenden Parkplatz am Bahnhof beantragt wird. Hierdurch entstehen zahlreiche neue Parkplätze, ohne weitere Flächen versiegeln zu müssen. Einen neuen Parkplatz mit städtischen Mitteln auf Privatgelände zu errichten, lehnen wir ab“, so die Hiltruper GRÜNEN.

“Mit der Parkpalette soll der Einstieg in eine echte Mobilitätsstation begonnen werden, mit Ladestationen für E-Autos wie von uns beantragt sowie weiteren Fahrradstellplätzen. Die WBI wollen wir hierzu einbeziehen. Bereits in der Vergangenheit hatten wir in Gesprächen angeregt, hier eine Parkpalette zu errichten, um weiteren Parkraum zu schaffen. Im Gegensatz zum nun geplanten neuen Parkplatz ist diese Anregung nie aufgegriffen oder geprüft. Der sofortige Planungs- und Baubeschluss, der in der Bezirksvertretung am Donnerstag beschlossen werden soll, ist daher nicht angemessen, da die Stadt keine realistischen Alternativen gegengeprüft hat“, so Carsten Peters.

Der GRÜNE Vorschlag einer Parkpalette erhöht die Ausnutzung der öffentlichen Parkflächen und verzichtet auf unnötige Flächenversiegelungen im Nahbereich. Die Versiegelung der angebotenen Fläche zur Herrichtung eines Parkplatzes würde die derzeit letzte unversiegelte Grünfläche in Bahnhofsnähe versiegeln. Dies widerspricht der grundsätzlich gewünschten flächensparenden Stadtentwicklung. Weiterhin enthält die Beschlussvorlage V/0710/2020 keine hinreichenden Informationen über langfristige Folgekosten und auch keinen Hinweis darauf, zu welchen Konditionen das Grundstück nach der Nutzungsdauer an die Vermieterin zurückfallen soll. Aufgrund dessen ist die Vorlage nicht beschlussreif. “Vor einem Beschluss ist den städtebaulichen und ökologischen Grundsätzen mehr Gewicht einzuräumen und eine Auswahlalternative vorzulegen”, ist für die GRÜNEN klar.

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